Fettabsaugen (Liposuktion)
Bei einer Fettabsaugung können
bei Frauen oder Männern Fettablagerungen entfernt werden, die meist hormonell
oder genetisch bedingt sind und sich nicht mit Sport, Gymnastik oder Diäten
abbauen lassen. Die abgesaugten Fettzellen bilden sich in der Regel nicht
wieder, so dass bei entsprechender Ernährung und sportlicher Betätigung
eine bleibende Figurformung erzielt werden kann.
Eine Fettabsaugung sollte nicht als diätische Therapie zur Gewichtsreduzierung
angesehen werden, sondern als Methode zur Korrektur der Figur.
| Grundlegende
Voraussetzungen für die Fettabsaugung:
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Sie
sind über 18 Jahre alt, in guter körperlicher und seelischer
Verfassung und haben realistische Vorstellungen |
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Bei
Ihnen liegt keine Schwangerschaft vor oder Sie befinden sich nicht in
der Stillzeit |
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Sie unterliegen keinen allzu großen Gewichtsschwankungen. |
| Vorbereitende
Maßnahmen: |
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Ca. 4 Wochen vor der Operation ist der Nikotingenuss
einzuschränken. Zudem sollte jeglicher Alkoholgenuss vermieden werden. |
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Die
Tage Ihre monatliche Regelblutung sollten nicht auf den OP-Tag fallen |
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Ca.
2 Wochen vor der Operation sollten Sie keine Medikamente mit gerinnungs-hemmenden
Mitteln (Aspirin, Acetylsalicylhaltigen Medikamente) einnehmen |
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Spätestens 3 Wochen vor der Operation ist
die Pille abzusetzen. |
| OP-Vorbereitungen
und -Untersuchungen: |
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Für die Operation benötigen Sie ein
kleines Blutbild und ein EKG. Beides können Sie von Ihrem Hausarzt
erstellen lassen und den Befund (nicht älter als 2 Wochen) mitbringen. |
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Ab dem 40. Lebensjahr ein großes
Blutbild und ein EKG. |
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| Dauer der Operation: |
| In der Regel dauert die Operation 1-3 Stunden. Die Zeit
ist abhängig vom Absaugvolumen sowie der Anzahl der abzusaugenden
Zonen. Die Fettabsaugung erfolgt in der Regel während eines stationären
Aufenthalts von 1-2 Tagen in der Klinik. |
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| Eine
Fettabsaugung kann in folgenden Bereichen durchgeführt werden:
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Oberbauch, Unterbauch,
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Hüfte, Taille, |
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rechte und linke Po-Seite,
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Ober-/Unterschenkel, |
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Knie, |
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männliche Brust, |
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Oberarme, |
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Rücken, |
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Doppelkinn. |
Verlauf der Operation und Verfahren:
Vor der Operation werden Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch
über den OP- Ablauf, eventuelle Komplikationen, Risiken und Alternativen
informiert. Schreiben Sie auch alle Fragen auf die Sie über die OP stellen
wollen. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose, ist jedoch bei
kleineren Fettabsaugungen (z.B. unter 1000ml) mit Lokalanästhesie möglich.
Vor der Narkose werden Sie über die Risiken, Komplikationen oder Alternativen
einer Narkose von einem Facharzt für Anästhesie aufgeklärt. Der
Narkosearzt ist während der Operation anwesend. Jede Narkose stellt eine
Belastung für den Körper dar. Bei jeder Narkose können, abhängig
von Vorerkrankungen sowie von dem allgemeinen Gesundheitszustand, Risiken oder
Komplikationen auftreten.
Die Operation wird im Tumeszenzverfahren durchgeführt.
Dazu werden vor der Operation in stehender Position die Fettpolster in Form
von sogenannten Höhenlinien markiert. An den markierten Stellen wird eine
Mischung aus physiologischer Kochsalzlösung, gefäßverengender
Substanz sowie einem Lokalanästhetikum injiziert. Diese Technik erleichtert
den Absaugvorgang, da sich die Fettgewebsschicht deutlich vergrößert
und somit unter anderem der Blutverlust erheblich verringert werden kann.
Anschließend werden kleine Hautschnitte an unauffälligen Stellen
angelegt, durch die eine lange stumpfe Kanüle eingeführt wird. So
können die Fettdepots durch sanfte Vor- und Zurück-Bewegungen der
Kanüle, die mit einem Schlauch an einer Vakuumpumpe angeschlossen ist,
abgesaugt werden. Während der Operation werden die Fettzellen aufgefangen.
Dadurch wird sichergestellt, dass an beiden Seiten die gleiche Menge abgesaugt
wird.
Nach dem Absaugvorgang werden die Hautschnitte mit einem kleinen Stich (selbst
auflösende Fäden) wieder vernäht. Bei dieser Methode besteht
nur eine äußerst geringe Gefahr, dass Nerven oder größere
Gefäße verletzt werden.
Empfinden
und mögliche Komplikationen:
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Eingriff kann aus den Wunden
meist noch vermehrt Flüssigkeit abgesondert werden (vorwiegend Reste der
eingespritzten Kochsalz-lösung). Schwellungen können 3-6 Monate und
länger (z.B. Halsbereich) anhalten. Im Bereich der Gelenke ist die Schwellneigung
am stärksten ausgeprägt.
Da sich Gewebsreaktionen nie genau vorhersagen lassen, muss nach der Operation
mit kleinen Unregelmäßigkeiten der Hautkontur gerechnet werden. Diese
bilden sich in der Regel innerhalb einiger Monate von selbst zurück.
Wie nach jeder Operation, lassen sich Nachblutungen nicht ausschließen.
Zwei Wochen vor der Operation ist aus diesem Grund die Einnahme von acetylsalicylsäurehaltigen
Schmerzmitteln und Acetylsalicylsäure (Aspirin) zu vermeiden. Entzündungen
können trotz aseptischer Vorsichtsmaßnahmen entstehen. Vorbeugend
werden Antibiotische Medikamente verordnet.
Als Folge jedes operativen Eingriffs können sich Blutgerinnsel in den großen
Venen bilden (Thrombose), die verschleppt werden und ein Blutgefäß
verschließen (Embolie). Vorbeugend empfiehlt sich u.a. die Gabe gerinnungshemmender
Mittel (z.B. die Injektion von Heparin) in Betracht, die allerdings zu Blutungsneigung
und sehr selten zu einer schwerwiegenden Störung der Blutgerinnung führen
kann.
Auch bei normaler Wundheilung können sich Narben zunächst erröten
oder verhärten. Im Laufe der Zeit verblassen sie, werden in der Regel zart
und unauffällig. Über weitere Risiken und Nebenwirkungen informiert
ein umfangreiches Informationsblatt.
Verhalten nach der Operation:
Direkt nach der Operation erhalten Sie Ihre Kompressionsbekleidung, die Sie
6-8 Wochen Tag und Nacht tragen müssen. Im Anschluss daran besteht nur
noch weitere 2-3 Wochen nachts Bedarf (je nach Absaugvolumen). Mit der Kompressionsbekleidung
wird in der Regel verhindert, dass sich die entstandenen Hohlräume mit
Gewebeflüssigkeit füllen und dadurch eine größere Narbenbildung
entsteht. Die Kompressionsbekleidung unterstützt den Heilungsprozess und
dient dazu, die ästhetische Formung der abgesaugten Stellen zu erhalten.
Nach der Operation müssen Sie mit unterschiedlichen Schmerzen (ähnlich
wie bei einem Muskelkater), Blutergüssen und Schwellungen rechnen, die
sich wiederum mit der Kompressionsbekleidung lindern lassen und die im Regelfall
nach 2-3 Wochen vollständig abklingen. Nehmen Sie bitte nur Medikamente,
die Ihnen mitgeben werden oder die Sie später von einem anderen Arzt erhalten.
Sensibilitätsstörungen der Haut (Taubheitsgefühl) an den abgesaugten
Stellen lassen in der Regel nach einiger Zeit nach. Nach der Operation bleiben
Sie im Normalfall die erste Nacht in der Klinik. Am nächsten Tag erfolgt
eine gründliche Nachuntersuchung bevor Sie nach Hause fahren können.
Nehmen Sie zu Ihrer Erleichterung eine Begleitperson mit, da Sie nicht selbst
ein Fahrzeug bei Ihrer Rückreise lenken sollten. Achten Sie darauf, dass
dabei genügend Pausen in Verbindung mit Bewegung eingelegt werden (Thrombosegefahr).
Leichte Tätigkeiten können Sie nach wenigen Tagen wieder ausüben.
Auf sportliche Aktivitäten sollten Sie ca. 6-8 Wochen verzichten, auf Sonne,
Solarium und Sauna ca. 8-10 Wochen. Duschen können Sie nach ca. 4 Tagen
(mit einem Föhn den Mieder trocknen) und nach ca. 10 Tagen ohne Mieder.
Ab diesem Zeitpunkt kann die Kompressionsbekleidung täglich für eine
halbe Stunde abgelegt werden.
Achten Sie nach der Fettabsaugung auf ausreichend Flüssigkeit, um den Flüssigkeitsentzug
der Operation auszugleichen. Mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend
Bewegung können Sie die Form Ihrer Figur gut beibehalten. Unterstützen
Sie Ihren Körper mit bindegewebestraffenden Vitaminen. Durch regelmäßiges
Eincremen, Massagen, kaltes Abduschen und Peelings können Sie die Elastizität
Ihrer Haut unterstützen.
Gern beantworten wir Ihre Fragen
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